Anima incognita oder warum das Gras woanders immer grüner ist
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[...oh so true]
"Manchmal muß man auf das verzichten, was man sich wünscht, um das zu bekommen, was man wirklich braucht."
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[Sternengeflüster]
Das Leben ist wie ein Blick in den Sternenhimmel. Als Kind fühlte ich mich unsterblich. Mir gehörte nicht nur die Welt, ich war sie selbst. Ich dachte, alles musste sich wie selbstverständlich um mich drehen. Quasi mein persönliches Naturgesetz. Meine Familie und Freunde waren die Monde, die in ellyptischen Bahnen meinen ganz persönlichen Kosmos bedeuteten. Auf dem Weg ihrer Umlaufbahn waren sie alle mal mehr mal weniger dicht an meiner Erdatmosphäre, aber doch immer verlässlich sichtbar und gaben mir ein Gefühl der Vertrautheit und Sicherheit. Ich war mir sicher, daß sie auch in 1 Millionenjahren immer noch dort sein werden. Mit der Zeit und dem Alter und jedem Verlust wuchs die Erkenntnis, daß natürlich nicht alles für immer ist. Daß es ein großes Glück ist, wenn schöne Momente lang andauern. Aber man diese nicht (be-)halten kann. Menschen, Freundschaften, Glück, Sicherheit - all das ist vergänglich. Und natürlich erkennt man (mit der Zeit), daß man nicht mehr Mittelpunkt des Universums war und auch nie gewesen ist. Man selber drehte und dreht sich (mit seinem Mikrokosmos) um einen viel größeren und viel bedeutenderen Planeten - die Sonne (=Liebe). Ohne die Sonne, würde es mich und meine "Monde" nicht geben. Ohne die Sonne würde es überhaupt kein Leben geben. Eigentlich reicht ein Blick in den Sternenhimmel um zu wissen oder zu spüren, dass alles (s)einen Sinn und (s)einen Platz hat, nicht wahr?
Hm, ich hab mal kurz aufgeschrieben, was mir so durch den Kopf ging, als wir gestern Abend mit den Kiddies die Sternwarte besucht haben. Vielleicht 'n bischen wirr & kitschig, aber probiert's mal aus und schaut, was Euch der Sternenhimmel sagt...
P.S. Es ist immer ein schönes Erlebnis, den Sonnenuntergang über den Dächern der Stadt zu geniessen und mitzuerleben, wie binnen kurzer Zeit die Sterne im Nachthimmel erleuchten.
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[Endgültigkeit]
Ich wäre so gern ein Stein. Gefühllos, stark und unverletzbar.
Heute Nacht verstarb mein Onkel. Mein Lieblingsonkel, der mir seit Kindheitstagen so vertraut war. Eine Institution in der großen Familie. Nicht immer leicht, mit vielen Ecken und Kanten. Aber immer lieb und immer einen Scherz auf den Lippen. Und das soll nun aufeinmal alles vorbei sein. Einfach so? Unwiderruflich? NEIN!!! ICH WILL DAS NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Während ich diese Zeilen schreibe verschwimmen die Buchstaben, weil meine Tränen fließen. Sie sind einfach da und ich kann nichts dagegen tun. Doch auch Meere von Tränen ändern nichts mehr daran, daß er nicht mehr da ist. Einen Platz in meinem Herzen hatte er ja sowieso schon immer. Nur jetzt fügt die Endgültigkeit des Nichtmehr-Wiedersehens einen kleinen Schmerz hinzu, wann immer ich an ihn denke.
Ich werde ihn vermissen. Meinen Onkel Axel!
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[A man is a man is a man]
Ich wage es ja kaum zu erzählen, doch heute haben wir (family) wieder voll das clichée bedient. Männer mögen Geschichten mit schnellen Autos, Frauen mögen Geschichten für's Herz. So also nun auch bei uns. Wir sind heute der Hitze entflohen. Diesmal allerdings nicht ins Schwimmbad (da waren wir Sonntag den ganzen Tag), sondern....ins Kino. Vollklimatisiert. Herrlich! Die kiddies hatten (begrenzte!!!) Auswahl, was den Film anbelangt. TJa, und so kam es wie es kommen mußte, dann zu folgender clichéehafter Wahl: Männer-->"The fast and the furious:Tokyo Drift", Frauen-->"Hui Buh, das Schloßgespenst". Es mag sein, daß getrennte Kinobesuche höchst fragwürdig und pädagogisch nicht sinnvoll sind und man vielleicht allesmögliche Verantwortungslose in soetwas hinein interpretieren könnte. Auch die Filmwahl der Männer könnte Anlaß zu stundenlanger Diskussion um verkorkste Erziehungsziele geben. Aber Fakt war: Tokyo Drift ist ein megastarker Film mit und über schnelle Autos und (ähm..rein zufällig natürlich!!! *zwinker*) hübschen Frauen. Die spektakulären Fahrstunts, der Sound von zig V8 Motoren, die rassigen Karossen (heyhey, ich meine natüüürlich nur die Autos) und die coole Musik haben uns unbeschwerte und höchst "unterhaltsame" neunzig Minuten beschert. Glücklicherweise können wir (Männer) uns ja völlig unschuldig auf die tief in uns genetisch vorprogrammierten Verhaltenscodi berufen, sodaß wir "guten Gewissens" den Film zurückgelehnt und völlig entspannt genießen dürfen/können. Und mal ehrlich: Welcher Mann würde bei der Wahl zwischen HuiBuh und Tokyo Drift auch nur länger als eine Nanosekunde überlegen...
Okay, genug von clichées. Ich habe mich ja jetzt öffentlich geoutet und harre dem Sturm der Empörung der weiblichen Leserschaft. Und zur Versöhnung aller möchte ich noch hinzufügen, daß wir (family) vorher schon beschlossen hatten als nächsten Film dann "Ab durch die Hecke" zu schauen. Gemeinsam, versteht sich.
Munter bleiben! Jason
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[Tempera(tor)tur]
Bei der Hitze (gestern 35°!!!) geht mein Hirn eindeutig in den Sparmodus. (...wie jetzt, das würde man garnicht merken...*g*) Kann jemand mal bitte die Backofentür schließen und den Kühlschrank, nein besser, den Gefrierschrank gaaaaanz weit öffnen??!! Und dann auch noch diese fiesen kleinen, ach so harmlos aussehenden, Gewitterfliegen, die einen fast in den Wahnsinn treiben...
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[Hochgenuß]
Haaaaach, war das wieder mal schöööön.... *räusper,räusper* ähem,nee, nicht was ihr schon wieder denkt. Tse, tse ;-)
Ich habe gerade einen meiner Lieblingsfilme genießen dürfen. Er kam zufällig auf (...ich flüster jetzt mal ganz leise...) Bayern3. Es war "Dead men don't wear plaid" oder mit deutschem Titel "Tote tragen keine Karos" mit Steve Martin. Einfach genial wie der Film eine Mischung aus alten (*hüstel* mir sehr wohl bekannten) B-Movies und neugedrehten Szenen entstanden ist. Als Kind/Teenie war ich damals ganz vernarrt in diese alten Schwarzweiß-Gangsterfilme, deswegen waren in den zusammengeschnittenen Filmszenen all die Schauspieler sowas wie "gute alte BEkannte" :-)) Okay okay. Ich hör ja schon auf ständig auf mein Alter anzuspielen... Aaaber, der Film ist echt klasse! Ich kann eigentlich schon den Text mitsprechen, sooft habe ich ihn gesehen. Vielleicht habt ihr ihn ja auch schonmal gesehen. Auf jeden Fall:"Prädikat wertvoll"!
So, jetzt muss ich aber in die Federn.
Good N8, Jason
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[Meer-Zeit]
Wir waren mit den Kindern übers Wochenende an der Ostsee. Mit einem Wohnmobil. Das ist so'ne Art Testlauf gewesen, ob so ein VW T4 genug Platz für unsere 4-köpfige "Großfamilie" bietet. Denn vielleicht werden wir uns einen "T4" (...T4? Hm, das hört sich ja 'n bischen an wie eine Terminatorversion *g*) zulegen, wenn wir uns vom Firmenwagen trennen müssen. Klar, das is nix für einen langen Urlaub. Aber so ein verlängertes Wochenende oder mal 'ne Woche an die See (bei gutem Wetter!) läßt sich mit sowas gut bewerkstelligen. Wir hatten zwar schon in meiner Studentenzeit zweimal WoMo-Trips gemacht (Nordspanien/Portugal und Neuseeland), aber da hatten wir natürlich keine Kids. Okay, die Trips vorher waren natürlich spektakulärer, aber mit dem Alter wird man genügsamer und ruhiger *räusper,räusper* und die Ostsee hat auch ihre schönen Gegenden. Doch so schön die Landschaft auch war, einen WErmutstropfen hat unsere 3tägige Wahlheimat gehabt. Tausende, und das ist wirklich nicht übertrieben, tausende kleine schwarzer Mini-käferchen haben vehement versucht ihr Revier zu verteidigen. Glücklicherweise waren am Strand so gut wie keine Biesterchen zu sehen, da dort immer etwas Wind war. Witzig war, dass sie sich hauptsächlich auf alles, was gelb war, stürzten. Wir haben zum Beispiel einen gelben Sack mit Grillkohle draußen stehen gelassen und innerhalb von Minuten war keine gelbe Farbe mehr zu sehen. Hört sich eigentlich gruseliger und ekeliger an, als es in Wirklichkeit war, aber lästig war das natürlich schon. Am Strand konnte ich, sofern ich nicht gerade wiedermal zum x-ten mal das Spiel Deutschland-Argentinien (...ich war übrigens Argentinien...) mit meinen Kids nachspielen musste (*ichfangjetztnochanzukeuchenwennichdarandenk*) ein wenig in meinem neuen Wälzer lesen. Ich lese übrigens gerade von Eschenbach "Eine Billion Dollar". Garnicht mal schlecht das Buch! Ich habe meine Frau währenddessen vergeblich immer wieder mit der Frage gelöchert, ob sie nicht doch noch irgendwo einen versteckten Erb-Ur-Ur-Ur-Großvater hätte, der für sie etwas Geld angelegt und so ihr eine Billion vermacht hätte (...wer das Buch kennt...).
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[Laufmasche]
Ich habe seit kurzem eine neue Abendunterhaltung entdeckt. Das Laufen. Ist zwar nicht sehr unterhaltsam, da ich die Gespräche meist mir selber führe... :-)) aber es hat immerhin den Effekt, daß ich beginne sogar etwas GEwicht zu verlieren. Jaja, ich weiß. Soviel und soweit kann ich garnicht laufen, daß man das wirklich bemerken könnte. Aber das Auspowern tut trotzdem gut. Ich bin ja nun auch erst das dritte mal gelaufen. Naja, für die olympischen Spiele wirds wohl nicht reichen. Allenfalls für die Paralympics. Und den körperlichen Verfall werde ich wohl nur verlangsamen, aber nicht aufhalten können.
Laut Ärztin soll mein Blutdruck aber davon sogar um 10% reduziert werden können. Ist doch auch schon was. Und weniger Gewicht wäre auch mal nötig, hatte mir die Ärztin als Hausaufgabe noch mit auf den Weg gegeben. Hm, unverschämt, traurig, aber wahr. Okay okay, ich geb's ja zu. Es hat sich ja in letzter Zeit (oh, das ist ja nun schon über ein Jahr lang!) ein ziemlicher Waschbärbauch angesammelt. Frustfressen nennt man das glaub ich. Und von Frust, wie auch vom Fressen gabs und gibts bedauerlicherweise 'ne Menge.
Naja, nun versuche ich also allem "wegzulaufen". Mal seh'n, ob das was bringt... ;-)
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[Lebens-Wandel]
Ich habe schon stundenlang darüber gebrütet, wie wohl meine ersten Zeilen nach mehrmonatiger (eigentlich schon eher eine kleine Ewigkeit!) Blogabstinenz aussehen werden. Etwas Spektakuläres? Eine wahnwitzige Geschichte? Ein aussergewöhnlicher Bericht meiner vergangenen sechs Monate? Nein. Nichts von all dem. Einfach nur eine ganz feste Umarmung meiner beiden Netzseelen!!!!!!!!!!!!!! Ich danke Euch wirklich von ganzem Herzen, daß ich beiEuch nicht in Vergessenheit geraten bin oder ihr gar sauer auf mich seid. Eure kleinen "Zwischenrufe" haben mir wirklich sehr sehr viel bedeutet. Hört sich vielleicht komisch an, da ich nichts gebloggt oder gemailt habe, aber es stimmt wirklich!
Die letzten Monate habe ich in eine Art Trancezustand verbracht, da mein Gesundheitszustand, parallel zu meiner desolaten Arbeitssituation, mitunter sehr bedenklich war. Jetzt im nachhinein, wo ich aus dem Krankenhaus raus bin und wo sich herausgestellt hat, das alles nicht so schlimm geworden ist, wie ich mir das ausgemalt hatte, finde ich wieder zur Wasseroberfläche zurück. Zwar hat sich arbeitsmäßig nicht wirklich etwas verbessert, imGegenteil. Aber das ist für mich nicht mehr so wichtig. Denn die vergangenen Monate haben meinen Fokus, worauf es im Leben wirklich ankommt, neu kalibriert.
Danke N!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Danke L!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Schön, dass es Euch gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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[Eine Weihnachtsgeschichte]
Die folgende Geschichte ist ein Auszug, aus einem Buch, das mich schon so häufig in peinliche Situationen gebracht hat, weil ich beim Lesen wirklich Tränen gelacht habe.
Viel Spaß beim Lesen!
Verzweiflung spiegelt sich in seinem Blick, und sehr viel Unverständnis: „Warum haben Sie das getan?“, stammelt der Bartträger leise. „Ich bin doch bloß Chemiestudent.“
„Das interessiert mich nicht, scheinheiliger Lump“, schreie ich mit schriller Stimme und hätte ihn gern noch mal geschlagen. Da aber spüre ich schon den kecken Knüppel eines emsigen Schutzmannes auf meiner Schulter, was meine Laune zwar keineswegs verbessert, den Chemiestudent aber hörbar aufatmen lässt. Es kommt zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf ich überwältigt und in ein grün-weißes Fahrzeug der Firma Ford verstaut werde. An so einem Tag bleibt einem auch gar nichts erspart.
„Was hat Sie dazu veranlasst, junger Mann“, beginnt der Schutzmann, macht aber vorerst keine Anstalten, seinen Prügel erneut einzusetzen, diesen arglosen Weihnachtsmann zu beschimpfen und zu ohrfeigen?“ Und als ob dieser Umstand strafverschärfend ins Gewicht fallen würde, ergänzt er, fast milde: “Am Heiligabend!“
„Das kam so“, sagte ich, der Wahrheit und nichts als der Wahrheit verpflichtet, „heute morgen trank ich wie immer meinen Pulverkaffee und erinnerte mich plötzlich all dieser hoffnungsfrohen Menschen, die erwarten dürfen, im Rahmen des diesjährigen Weihnachtsfestes von mir beschenkt zu werden. Herr Wachtmeister, das war gegen 9Uhr. Um 12Uhr schließen alle Läden. Noch 180 Minuten. Elf Geschenke waren zu besorgen, alle 16,36 Minuten eines. Wissen Sie, was das heißt?“ Der Schutzmann nickt mitfühlend. Er ist ein guter Mann. Mit einem Wink weist er mich an, fortzufahren: „Und, wie lief es?“
„Oh, ganz gut. In einer Eisenwarenhandlung, in der ich eine verchromte Volvo-Blendereserviert hatte“, (für meinen Freund Greumel, für den Fall, dass sein Auto jemals fertig restauriert sein würde) „erstand ich kurzerhand auch gleich ein Vogelhäuschen aus Birke“, (für Bimsi, die auch im nächsten Jahr vermutlich eher einen Vogel als einen Mann anlocken wird) „einen Babybuggy“, (für Prommi, bei der das mit dem Mann zumindest für fünf zukunftsweisende Minuten geklappt hatte) „sowie ein paar Slipper mit Troddeln“ (für Naddel). „Leider hatte ein Kollege von Ihnen in der Zwischenzeit mein Auto vom Bürgersteig entfernen lassen. Also lud ich meine Einkäufe kurzerhand in das Babycabrio und schob mich samt meiner Einkäufe zum Juwelier, um den Ring“, (für Sam …[von Samantha]) „abzuholen. Und erfuhr dort von ebenjenem, dass das Schmuckstück leider erst im neuen Jahr fertig wird.“
„Das ist natürlich ein Schalg gewesen.“
„Sie sagen es. Und es war bereits 10.28 Uhr! In der Bücherei ließ ich mir dann das Überraschungspaket Lesen light einpacken“, (für Sven) „erstand den Ratgeber Generös adipös“, (für…äh…naja, das tut ja nichts zur Sache), sowie einen Kleines Arschloch Kalender“, (für meinen Bruder) „traf meinen Freund Greumel, der sich gerade ein Taschenbuch mit dem Titel Endlich erwachsen – so geht’s! einpacken ließ“, (für mich?) „eilte zurück auf die Straße, stieß eine kleingewachsene Frau mit einem großgewachsenen Tannenbaum über den Haufen, erhielt ihre Telefonnummer, besorgte im Savoy-Lichttheater ein paar Kinogutscheine für Eis am Stiel XIV“, (für wen auch immer) „schüttelte mir ein Pfund Tannennadeln aus dem Hemd, und begab mich anschließend ohne Umschweife zu Tchibo. Dort erwarb ich einen Atlas, Kernseife und eine James Last-CD in der güldenen Geschenkbüchse“, (für Papa) „und wurde von einem Trottel mit einer Tasse Glühwein verbrüht. Im Sprint nahm ich dann eine Boutique für Ehehygiene ein und verlangte nach einem Mobilschniedel“, (für Dörte) „musste aber leider erfahren, dass alle batteriebetriebenen Gerätschaften bis auf einen Flokati-Flegel mit Zuchtperlenbesatz ausverkauft waren. Ich entschied mich dann für das teure Teil, musste aber entdecken, dass meine finanziellen Mittel zur Neige gingen. Sie kommen noch mit Herr Wachtmeister?“
Ein stummes Nicken.
„Es war inzwischen 11.42Uhr. Ich also etwas aufgeregt im Sprint zum Bankautomaten, gebe dort versehentlich meine Telefonnummer ein“, (dreimal) „woraufhin mir die Scheckkarte entzogen wird. Ich beiße mir in den Unterarm und sehe dabei aus den Augenwinkeln, dass ein orangefarbener Dienstmann meinen vor der Bank abgestellten inzwischen leicht derangierten Babybuggy mit allen Einkäufen in ein Gefährt der städtischen Müllbetriebe überführt. Ich trete aus der Bank und will meinem Leben ein Ende machen. Dann kommt ER“, ich zeige auf den Weihnachtsmann, der unseren Plausch von außen skeptisch beäugt, „und blökt lachend sein Ho!Ho!Ho!“
Erschöpft halte ich inne.
Es ist alles gesagt.
Mein Freund, der Schutzmann, nimmt mich in den Arm und küsst mich zart auf die Wange. Dann dreht er die Scheibe seines Dienstwagens hinunter: „Zieh ab, Du Ochse“, befiehlt er knapp und zeigt auf den großen Geschenkesack des fassungslosen Chemiestudenten, in dem bunte Päckchen allergrößte Erwartungen schüren. „Und den lässt Du hier, für diesen armen Mann!“ Der Weihnachtsmann schaut belämmert wie Stefan Raab vor seinem ersten Nasenbeinbruch, dann schleicht er geschlagen von dannen. „Ho! Ho! Ho!“, lache ich ihm leichten Herzens hinterher.
Klar, warum auch nicht?
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[Ich bin sooo langweilig]
Folgende Situation hat sich gestern wirklich zugetragen:
Ich schlendere in meiner wohlverdienten Mittagspause in ein nahegelegenes Kaufhaus. Anzug kaufen. Um die Mittagszeit ist das garnicht so verkehrt, denn dann ist da nicht so viel los, wie an einem Samstag. Naja, ich also in die 2.Etage; Herrenbekleidung. Schwupps hab ich auch schon ein paar Anzüge ausgesucht, die in Frage kommen könnten und ab damit in Richtung Anprobekabinen. Menschenleer! Super, dacht ich mir und hab mich und meinen Krams ausgebreitet. Nachdem ich also in den ersten Anzug geklettert bin und ihn in Augenschein nehmen will, spaziert ein Mann mit 2 Paar Jeans über’m Arm an mir vorbei in die übernächste Kabine. An sich ja nichts Ungewöhnliches. Auch nicht, daß 2 Minuten später (s)eine Frau dazukommt und in selbige Kabine huscht. Nichtsahnend und völlig unbedarft drehe ich mich also weiter vor dem Spiegel, wie ein Kebabspieß in Üzgür's Dönerbude, um die Passgüte des Anzugs argwöhnisch zu begutachten (hm, die 3 Kilos aus dem letzten Urlaub sind offensichtlich immer noch nicht runter und scheinen sich in meiner Hüftgegend richtig wohlzufühlen. Auch der Begriff "Fettarme" bekommt eine völlig neue Bedeutung *gg*). Versunken über meine hefeteigartige Körperentwicklung höre ich plötzlich aus der anderen Kabine ein kurzes Getuschel. Reissverschlüsse werden geöffnet und man hört Kleidung rascheln. Na, so unbeholfen sah der Typ doch garnicht aus, dass ihm beim Umziehen geholfen werden muß, dachte ich noch so bei mir. Komisch...
Auch die schweren Atemgeräusche haben mich noch nicht stutzig gemacht (ich sag's ja. Ich bin laaaaangweilig!). Doch dann, als die Geräuschkulisse in einem gewissen Rythmus erklang, und ab und an von heftigem Stöhnen untermalt wurde, ist auch bei mir der Groschen gefallen. Na, eins war klar. Erste Hilfe, eine Herz-Lungenmaschine oder die siebte Kavallerie brauchte der nicht….
„Was für eine unglaubliche Dreistigkeit!“, stellte ich mit einem breiten Grinsen fest. Mit hochroten Ohren aber dem ungebrochenen Willen die übrigen Anzüge auch noch anzuprobieren, versuchte ich mich auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Doch vergeblich! Das Gerüttel und Geatme ging mir dann doch irgendwie auf die Nerven. Hm, ich weiß jetzt nicht ob ich mir mehr Gedanken um die Unverfrorenheit des Pärchens machen, mich eher um meine grenzenlose Naivität sorgen oder mich ernsthaft fragen sollte, warum ich bislang meine Mittagspausen nur mit einem Käsebrötchen und einem Buch verbracht habe. Naja, wie auch immer. Das Pärchen hatte eine schöne Zeit, ich keinen Anzug, meine Mittagspause war auch vorüber und mein Käsebrötchen erschien mir nun viel zu langweilig und wanderte zurück in die Aktentasche.
So, nächste Woche muß ich mir ne Jeans kaufen. Woll’n mal seh’n, was der Kaufhof noch so alles zu bieten hat…….
Liebe Grüße,
Jason
Munterbleiben!
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[I got you, Stöckchen!]
Amerika – "This is not America" (...der gute alte David Bowie...); Armutsgrenze (13 Mio US-Amerikaner leben darunter, weitere 40 Mio. sind akut davon bedroht);
Bayern – "Lujah soag i"...es hat sich ausgestoibert...
Cocktailkleid – das kleine Schwarz epasst doch immer
Dame – hm...verbinde ich irgendwie mit dem Namen Edna
Edgar – ...Allen Poe - genial düster
Frieden – Meine Kinder (als Babies) auf dem Arm mitten in der Nacht wieder in den Schlaf singen. Gibt es etwas symbolträchtigeres für den Frieden als das Gesicht eines schlafendes Kind??
Gartenzwerg - ich mag nur den mit dem Messer im Rücken
Haare – wachsen wie Unkraut (...und sehen manchmal leider auch so aus...)
Ideen – hab ich jede Menge, nur mit der Umsetzung hapert es etwas
Jäger – (meister) on the rocks...garnicht mal so schlecht...
Kaugummi – mag ich nicht sonderlich. Sieht immer ein bischen nach Wiederkäuer aus...
Lavalampen – furchtbar, diese beleuchteten Zäpfchen für King Kong
Matrosen – Hamburg St.Pauli
Nudeln – ...hab ich als Kind gegessen, heute esse ich "Pasta" :-))
Omas – haben einen Blankoscheck für Kinderwünsche
Paranüsse – Para? Ha, wußt' ich's doch. Die sind sooo hart, das konnten ja auch keine echten Nüsse sein ;-)
Quanten – dieses Teekesselchen hat für mich persönlich mehr was mit meinen Füßen als mit Physik zu tun
Roboter – unser Nachbar von schräg rechts ist einer
Samenbank – komisch...hab ich im Park noch gar nicht gesehen. Wußte garnicht, daß die kleinen Dinger auch noch sitzen können...
Trockeneis – Nebel für Arme...
Ultraschall – wird häufig von Frauen benutzt, wenn sie ihren Männern von Terminen oder anderen wichtigen Dingen erzählen. Der Mann, in der Regel keine Fledermaus und jedesmal überrascht von den plötzlichen Terminen, muß sich dann jedoch später ermahnen lassen, man habe ihm es schließlich wochenlang im voraus gesagt...
Vereine – "been there...done that". Sorry, bin in keinem.
Wachsmalkreide – in Krümelform lässt sich damit wunderhübsche Collagen auf Kinderzimmerteppichen zaubern
Xylophon – Helge Schneider beherrscht das Instrument grandios
Yacht – nicht mehr in diesem Leben. (Obwohl, liebe Millionärstöchter, bitte umgehend melden!!!)
Zwiebelfisch – einfach genial
*stöckchenhochindieluftwerf*
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[Dinge, die die Welt nicht braucht]
Ausgelöst durch N.'s Blogeintrag "Was es nicht alles gibt", habe ich mich an folgendes Bild erinnert, das ich mal aus dem Netz lud. Paßt hervorragend zum Thema und muß unbedingt mit (Euch) geteilt werden.
Der Bildtitel lautet "Lobster vending machine" und stammt, wie könnte es auch anders sein, aus Japan. Ich frage Euch: Was folgt? Etwa ein Schweinesperma-Automat? Ach nee...ja...ähm...den gibt's ja wirklich. In Belgien. Mann mann mann. Gibt es eigentlich sowas wie 'ne Genfer Konvention für Tiere??? Und was sagt eigentlich Amnesty International dazu????
Brave new world - Schöne neue Welt. Vielen Dank, Aldous Huxley!
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[Deja vu]
Ich schrieb im vorangegangenen blog, daß mein Urlaub erholsam war. Das stimmt nur zum Teil, denn ich hatte vergessen zu erwähnen, welches Buch ich in der Zeit gelesen habe. Es fesselte mich total und kostete immer extreme Überwindung es mal aus der Hand zu legen, um Schwimmen zu gehen. Ich spreche von Dan Brown's "Illuminati". Das Buch ist der absoute HAmmer. Ich hatte es von meinen Freunden zum Geburtstag bekommen und mir für den Urlaub aufgehoben. Total Klasse. Ein besonderes Highlight war auch, dass die Geschichte in Rom spielte und ich (als hoffnungsloser Rom-Fan) die in dem Buch beschriebenen Plätze, Kirchen und Orte gut kannte. Das an sich ist aber nicht das coole. Was mir letztlich das Grinsen in mein Gesicht gemeißelt hat, war folgendes: Nachdem wir aus dem Urlaub zurück waren, führte mein erster Weg natürlich ohne über Los zu gehen in die nächste Buchhandlung meines Vertrauens. Was ich kaufte war klar. Das zweite Buch von Dan Brown. Es heißt "Sakrileg" (oder "The Da Vinci Code" im Original). ICh konnte es verständlicherweise kaum abwarten endlich zu lesen und so nahm ich es mit auf meine Dienstreise nach Paris, die einen Tag später folgte. Gleich im Flugzeug las ich die ersten Seiten. Die Geschichte spielte in Paris...
"Wow", dachte ich,"da bin ich ja gerade auf dem Weg dorthin". Ich las weiter und erfuhr, daß die Geschichte im Pariser Louvre beginnt. Der Direktor des Louvre ist dort im Richelieu-Flügel ermordet worden und der Protagonist Langdon (ein Kunsthistoriker, der übrigens auch schon in Illuminati die Hauptfigur war) wurde beratend hinzugerufen. Dan Brown beschrieb, wie Langdon den Louvre betrat. Im Eingang diese riesen Glaspyramide, die verzierten Torbögen, die Skulpturen und Gemälde im Richelieu-Flügel und und und. Und nu kommts. Während meines 3tägigen Aufenthaltes in Frankreich hatte unser PAriser Büro mit allen Konferenzteilnehmern eine ganz besondere Abendveranstaltung auf dem Plan. Eine Führung durch den Richelieu-Flügel des Louvre (abends, außerhalb der herkömmlichen Öffnungszeiten)!!!!! DAS war cooool!
DAS war Deja vu in Reinstform. Ich schritt durch den Louvre, wissend mit dem Kopf nickend und mit einem Grinsen im Gesicht, daß die europäischen Kollegen glauben mußten, daß "SChwachsinn" mein 2.Vorname sein mußte. (Hey, N. und L. ihr dürft ruhig entrüstet protestieren :-)) )
Okay, das anschließende 5-Gänge-Dinner war auch nicht von schlechten Eltern. Denn, wenn die Franzmänner was können, dann ist es die Gabe was für's Auge UND den Gaumen auf den Tisch zu zaubern. Hübsch & Leeeecker!!!!!! (Hm, warum muß ich bei diesen beiden Attributen irgendwie auch an meine LEserschaft denken *bisüberbeideohrenbreitgrins*)
Übrigens, mein ansonsten eher schlechtes Bild (von vor 10 Jahren) von Paris muß ich etwas korrigieren. WIr sind auf dem WEg vom Hotel zum Louvre an ganz netten Stdtteilen vorbeigekommen. Das wäre nochmal 'n Trip wert. Also Paris, eine Chance hast Du noch bei mir...
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[Canarian Jurassic Park]
Tempo 150 und ich schreibe beiner Tasse Kaffee einen neuen Blogeintrag. Ich sitze im Zug. Bin wiedermal auf dem Weg nach Düsseldorf. Wieder 3 lange Stunden im Zug. Eigentlich sollte ich mich etwas auf das meeting vorbereiten. Doch meine Gedanken kreisen in ganz anderen Sphären. Der Urlaub, noch garnicht so lange her, läßt mich ins Schwärmen aber auch ins Grübeln kommen. Es war sooo schön erholsam dort. Die Familie, das Meer, das Wetter. Ich möchte jetzt nicht näher drauf eingehen, wie toll das Hotel war, wie traumhaft die Strände oder wieviel Spaß das Schnorcheln gemacht hat. Denn ein Reisebericht soll das ja eigentlich nicht werden. Obwohl eine Geschichte muß ich doch noch kurz mal erzählen. Wir hatten einen Bungalow, der direkt am Strand lag und wirklich Klasse war. Ich hatte mich im Vorfeld der Reise im Internet (bei Holidaycheck.de) über die Hotelanlage informiert. Die Meinungen der Besucher waren durchdiebank positiv und so waren wir voller Vorfreude. Aber, auch dort wurde gesagt, daß man mit einer "gewissen Sache" einfach leben muß. Entlang der Promenade hatte man ja auch immerwieder mal Gelegenheit einige dieser besonderen Art kanarischer "Ureinwohner" zu begegnen: den Kakerlaken. JEder, der mal dort war, weiß, daß diese Insekten den Namen auch wirklich verdienen. Sieht man in Deutschland mal eine, dann ist das eher so ein Mini-Fuzziteil. Aber die kanarischen Exemplare: Wow! Die Ober-XXL-Variante!!! Es war gegen halbdrei Uhr morgens, da wurde ich von einem Geräusch im Bungalow wach. HAtte sich angehört wie Flügelschlagen. Ist das etwa die Taube (...äh...also dieses Vogeltier mein ich natürlich...), die uns täglich auf der Terasse besucht und um ein paar Kekskrümel bettelt? Na, nachts fliegen nicht sooo viele Vögel, habe ich mir gedacht, also habe ich es auf den Wind geschoben, der wohl durch die Palmen wehte. Es war zwar nicht zu windig, um unbedingt das Fenster schließen zu müssen, doch meine Herzdame, mittlerweile durch mich wach geworden, bestand darauf. Natürlich gehorchte ich. Fast wieder im Reich der Träume angekommen hörte ich erneut das Geräusch. Was zum T.... war das? Mein Jagdinstinkt war geweckt. Ich schaltete meine Maglite , (Verdammt, warum habe ich nur mein Schweizer Taschenmesser nicht mitgenommen!) ein und ließ den Lichtstrahl durchs Zimmer wandern. Komm raus, wo immer Du Dich auch versteckst!. Nichts zu entdecken. Mist! Ich lag eine Weile stumm im Bett und blickte nach oben an die weiße Decke, die mit dunklen Holzbalken so auf rustikal getrimmt war. War wohl doch nur Einbildung, sagte ich mir. Da sah ich, wie sich im Schummerlicht plötzlich einer der Balken bewegte. Häääh? Wie jetzt? Ich knipste wieder die Maglite an und scannte die Decke mit dem Lichtstrahl. Es folgte ein innerlicher Schrei von mir wobei sich meine Augen cartoonlike geweitet haben müssen. Die Situation hätte nur noch durch das Erscheinen Marilyn Mansons getopt werden können! Herzdame und -könig sprangen also panisch aus dem Bett, als hätte Karl Moik sie persönlich zum Mutantenstadl begrüßen wollen. Was tun? Ich starrte wie gebannt auf diese Monstervariante von Kakerlake. Irgendwie auch wieder faszinierend, wie sie so majestätisch an unserer Zimmerdecke entlangschritt und uns mit ihren tentakelähnlichen Fühlern zuwinkte, wie Queen Mum einst ihren Untertanen. Tu doch was, sagte die Herzdame und verschwand ins Kinderzimmer. Na toll! So stand ich also da. Verschlafen, zerknautscht und nur im Slip. Morgens um 3 Uhr. Bewaffnet mit einem Latschen, einer Fliegenklatsche und einem Einweckgummi. So sollte ich nun also gegen dieses Jurassic Park Monster antreten. Ich stand wohl eine Viertelstunde nur so da und überlegte meine Taktik. ICh hatte keine und wartete einfach nur bis das Biest sich in eine für sie ungünstige Lage gebracht hatte. Mann, waren die Dinger nicht sonst immer etwas schneller?? Hm, einen Anschubs geben wollte ich ihr dann aber doch nicht...
Ich entschloß mich für das Einweckgummi als Mordwerkzeug, hatte es sich doch in meiner Kindheit als überaus zuverlässiges Jagdwerkzeug für Stubenfliegen erwiesen. Der Latschen schied aus, weil es einen richtig widerlichen Fleck gegeben hätte, den man nur mittels Kärcher oder Sandstrahlen hätte wegbekommen können. Ganz zu schweigen von der klebrigen Sauerei an meinem Latschen. Bei der Fliegenklatsche hatte ich ernsthafte (und berechtigte) Bedenken, dass sie dem Aufprall auf der Kakerlake standgehalten hätte. Also, das gute alte Einweckgummi! Nach langjähriger Jagderfahrung mit solch einem Werkzeug wusste ich, dass ich nur diese eine Chance hatte. Nur dieses eine Gummi. (Oops, was für eine nette Zweideutigkeit, die mich an so manch andere Situationen erinnert *breitgrins*; …hatte da aber nichts mit Kakerlaken zu tun…).Tja, ein Schuß, der sitzen muß. Falls ich verfehlte, bliebe mir nichts weiter als panisch kreischend aus dem Zimmer zu hechten, die Tür zu verbarrikadieren und auf die Kavallerie zu warten. Denn man weiß ja nie, wozu angeschossene, verzweifelte Kakerlaken so alles fähig sind. Okay, ich wartete also, bis das Biest sich bequemte endlich einen Platz zu finden, um standesgemäß und nach allen Regeln der Kunst abgeschossen zu werden. Als sie nun den laaaangen Weg an der Decke vom Schlafbereich bis hin zum Fernseher hintersich gebracht hatte, wusste ich: Es war soweit. Ein guter Platz. Anlegen, Zielen, noch schnell „einen guten Flug gewünscht“ und …Sayonara, Baby! Mit einem deutlichen Wumms habe ich sie mit nur einem Schuß in die ewigen Jagdgründe befördert. Ich war schon darauf gefasst, dass sie sich irgendwie Keanu Reeves-artig (wie in Matrix) nach hinten biegt und dem Geschoß in Zeitlupe ausweicht. Aber, die Realität hat sie in Form meines beschleunigten Einweckgummis eingeholt. Mit einem satten aber besorgniserregendem Plockgeräusch fiel sie auf den Fernseher, der aber glücklicherweise unbeschadet blieb. Mann, das war ein Geräusch als ob man eine Ratte vom Dach geschossen hätte. Die Kakerlake hatte ganz schön was von ihrer ursprünglichen Form eingebüßt. Aber ich kann ohne Übertreibung sagen, dass sie vorher auf gut und gerne 10cm Körperlänge (ohne Fühler!!!) kam.
Was für eine Nacht! Ich ließ mich von meiner Herzdame als Held des Tages feiern und konnte eine weitere Kerbe in den Revolver schnitzen.
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[Alltag...oh Alltag]
Ich kann und will sie garnicht zählen. All die Alltagsdinge und der Job, die es einem im Moment nicht erlauben, regelmäßiger zu bloggen. Dabei gäbe es doch soviel zu erzählen und schreiben.
Kann denn nicht jemand mal bitteschön die Welt für ein paar Momente anhalten? Mir ist schon ganz schwindelig.
Um aber dochmal einen kleinen Schritt zur Seite zu tun und einfach mal der Welt beim Drehen zuzuschauen, erlaube ich es mir, mich in die sonnengereifte Strandwelt Fuerteventuras zu begeben. Ich werde mich sicherlich nochmal vorher blogmäßig in die Ferien verabschieden, aber dieser Eintrag schonmal zur Vorwarnung.
Nur, damit der Schock nicht zuuu groß ist :-))
Munterbleiben!
Euer Jason
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[Liebe Worte]
Wir kennen sie alle. Diese netten Phrasen (nein! sollte gar nicht so negativ klingen und war auch gar nicht so gemeint) als Geburtstagswünsche. Sind ja auch ganz nett. Aber ich habe da einen gesagt bekommen, der hat mich wirklich tief berührt.
"Für die Welt bist Du jemand. Aber für jemanden bist Du die Welt."
Sagt mal ehrlich. Kann man etwas Schöneres im Leben gesagt bekommen??
Dazu passt auch ganz gut ein "persönliches" Photo:
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testbild
Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte. ICh war nämlich über's Wochenende (Freitag-Sonntag) mal wieder -- man glaubt es kaum -- in der "Zone". Tja, scheint mich beim letzten mal noch nicht völlig eingeschüchtert und abgeschreckt zu haben. Diesen Trip habe ich aber diesesmal geschenkt bekommen. Zum ...äh...ehm... ich flüster jetzt mal ganz leise: Geburtstag.
[zwischenbemerkung]
@Nicole: Siehst Du. Jetzt haben nicht nur WIR was gemeinsam (Ansichten, Gedanken und ein wundervolles Gedicht), sondern jetzt sogar noch 2 Deiner Kaninchen und ich. Und zwar ein gemeinsames Geburtstagsdatum. (Grüße an meine tierischen Geburtstagsdatumsvettern!)
Wir waren diesmal allerdings nicht an der Küste, blieben aber trotzdem beim Maritimen. Die Mecklenburgische Seenplatte war unser Ziel. Ein entspanntes Wochenende mit Buch, Kamera und vielen Eindrücken. Ein paar Photos werde ich Euch demnächst mal zeigen...
Munterbleiben!!!
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[Insel Poel - mein Holiday On Ice]
Okay okay, ich geb's ja mit gesenktem Haupte zu. Ich wollte mich ja viiieeel früher wieder zurückgemeldet haben.
Aaaaber, das ostzonale Eiland hat es wirklich in sich gehabt. Ehrlich! Und ich meine nicht die abrißreife Wochenendhaussimulation samt postsozialistischer Wohnkultur in Reinstform. Auch nicht die optischen und olfaktorischen Attacken auf unsere Sinnesorgane, die vermuten ließ, daß diese konspirative Herberge noch mehr Geheimnisse unter ihrem Teppichimitat barg. Nein, es war wohl eher das grieselige Wetter, das just in dieser Woche sich entschloß eine Sonnenpause einzulegen und sich sämtliche Regenwolken der Meck-Pommschen Küstenregion ("Wolken aller Länder. Vereinigt Euch!") trafen, um den blöden Touris mal zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat.
Auf einen solchen infektösen Großangriff, der irgendwie parallel mit den Wolkenbrüchen einherging, war mein Atmungsapparat nicht vorbereitet und kapitulierte gleich am 2. Tag meiner Ankunft, indem er meinen Körper den ostzonalen Grippeviren als neuen Wirt anbot. Bronchitis, wie meine kassenarztliche Schamanin nach einer 3 minütigen Intensivuntersuchung einiger meiner Köperöffnungen (ehem...oberhalb der Gürtellinie natürlich! *räusper*) mit ernster Mine feststellte. "Eine besonders hartnäckige Bronchitis noch obendrein!" wie sie noch hinzufügte. Mußte sie aber gar nicht. Denn wenn ich mir dieses kostenlose virale Geschenk der Mecklenburg-Vorpommerschen Inselwelt gönnte, dann natürlich das Topmodell. Sozusagen die Mutter aller Bronchitis (...äh, wie heißt nochmal die Mehrzahl von Bronchitis???)
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